Grunderwerbsteuer Berlin 6% – Tipps zum sparen!

Einfamilienhaus in Berlin kaufen – diese Grunderwerbsteuer fällt an!

Wer ein Einfamilienhaus in Berlin kaufen oder bauen will, erwirbt in der Regel zunächst das Eigentum am Grundstück oder am Grundstück samt Haus. Bei diesem Erwerbsvorgang handelt es sich um einen Immobilienkauf, der in Deutschland der Grunderwerbsteuer unterliegt. Sie zählt zu den typischen Baunebenkosten und ist seit 2007 nicht mehr bundesweit einheitlich geregelt. Stattdessen können die Länder den Satz für die Grunderwerbsteuer selbst festlegen. Berlin war dabei eines der ersten Länder, das sich für eine Anhebung der Grunderwerbsteuer von ursprünglich 3,5 auf 4,5 % ab dem 01.01.2007 entschied. Die zweite Anhebung erfolgte am 01.01.2012 auf 5 %  und seit dem 01.01.2014 müssen Häuslebauer in Berlin mit einer Grunderwerbsteuer von 6 % rechnen.

 

Wie errechnet sich die Grunderwerbsteuer in Berlin?

Die Grunderwerbsteuer in Berlin wird stets auf den gesamten Kaufpreis berechnet. Wie diese Berechnung erfolgen könnte, zeigen wir am nachfolgenden Beispiel in drei Einzelfällen:

 

Beispiel

  1. a) Familie Müller kauft sich ein bestehendes Einfamilienhaus samt Grundstück zum Preis von 149.000 Euro.
  2. b) Familie Müller kauft sich ein Grundstück vom Bauträger für 60.000 Euro, der darauf später das Einfamilienhaus für 125.000 Euro errichten soll.
  3. c) Familie Müller kauft sich ein Grundstück für 60.000 Euro von einem privaten Verkäufer. Mit dem Bau des Einfamilienhauses für 125.000 Euro wird später ein Bauträger beauftragt.

 

Berechnung der Grunderwerbsteuer anhand des Kaufpreises:

  1. a) 000 Euro Kaufpreis * 6,0 Prozent Grunderwerbsteuer

            =         8.940 Euro Grunderwerbsteuer

  1. b) 000 Euro Grundstückspreis + 125.000 Euro Preis für das Einfamilienhaus

            =         185.000 Euro Gesamtpreis * 6,0 Prozent Grunderwerbsteuer

            =         11.100 Euro Grunderwerbsteuer

  1. c) 000 Euro Grundstückspreis * 6,0 Prozent Grunderwerbsteuer

            =         3.600 Euro Grunderwerbsteuer

 

Es sollte also vor dem Kauf eines Einfamilienhauses in Berlin beachtet werden, welche Grunderwerbsteuer anfällt.

Der Kauf des Grundstücks direkt vom späteren Bauträger ist in diesem Fall am ungünstigsten.

 

Gibt es auch Möglichkeiten, wie ich um die Grunderwerbsteuer herum komme?

 

Ja, diese Möglichkeiten gibt es. So gelten Ausnahmen von der Grunderwerbsteuer in folgenden Fällen:

  1. Kaufpreis liegt unter 2.500 Euro Freigrenze. Achtung: Bereits bei einem Kaufpreis von 2.501 Euro muss der gesamte Betrag versteuert werden, da es sich eben nicht um einen Freibetrag, sondern eine Freigrenze handelt.
  2. Grundstück/Einfamilienhaus wird vom Ehe- oder Lebenspartner erworben.
  3. Grundstück/Einfamilienhaus wird im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach einer Scheidung oder Trennung vom Ex-Ehe- oder –Lebenspartner gekauft.
  4. Grundstück/Einfamilienhaus wird von Verwandten gekauft, mit denen ein Verwandtschaftsgrad in gerader Linie besteht.

 

Sind diese Voraussetzungen beim Kauf des Grundstücks oder Einfamilienhauses nicht gegeben, so muss die Grunderwerbsteuer in jedem Fall gezahlt werden.

 

Grunderwerbsteuer ist mit Vertragsschluss fällig

Sobald Käufer und Verkäufer einen rechtsverbindlichen Vertrag über den Kauf vor einem Notar miteinander abgeschlossen haben, wird das Finanzamt informiert. Dieses erstellt daraufhin den Bescheid über die genaue Höhe der Grunderwerbsteuer. Binnen einer vierwöchigen Frist nach Zugang des Steuerbescheids muss die Steuer entrichtet werden, da es sich bei der Grunderwerbsteuer um eine Verkehrssteuer handelt. Eine Stundung ist grundsätzlich nicht möglich, aufgrund der Verkehrssteuereigenschaft. Den Ermessensspielraum, den die Finanzbeamten zwar haben, nutzen diese aber so gut wie nie.

Eine Senkung der Grunderwerbsteuer im Nachgang ist durch eine Kaufpreisminderung, etwa durch festgestellte Mängel, möglich. Die zu viel entrichteten Beträge können dann zurück erstattet werden. Allerdings gilt hierfür eine Zwei-Jahres-Frist.

 

Die Zahlung ist Vorraussetzung für..

Die Zahlung der Grunderwerbsteuer ist zudem Voraussetzung für die Ausstellung der Unbedenklichkeitsbescheinigung durch das Finanzamt. Diese Bescheinigung muss beim Grundbuchamt vorgelegt werden, damit die Eintragung der neuen Eigentümer ins Grundbuch erfolgen kann. Grundsätzlich erstellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung erst nach Geldeingang. Ist die Zahlung der Steuer sichergestellt und kann dies mittels Überweisungsausdruck oder Überweisungsträger und Kontoauszug, aus dem die Abbuchung hervorgeht, nachgewiesen werden, kann die Unbedenklichkeitsbescheinigung ausnahmsweise auch vor dem Geldeingang beim Finanzamt ausgestellt werden.

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Einfamilienhaus.de

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