Einfamilienhaus Preise – Was kostet ein Einfamilienhaus?

Einfamilienhaus Preise & Kosten

Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen will, hat jetzt gute Chancen. Die Bauzinsen befinden sich im Keller und lassen es auch mit kleinem Budget zu, ein Einfamilienhaus zu planen. Welche Kosten aber fallen für das klassische Einfamilienhaus an, wo lässt sich sparen und ist ein Fertighaus immer günstiger als ein Architektenhaus? Diese und viele weitere Fragen wollen wir im Folgenden beantworten.



Warum Bauherren die Einfamilienhaus Preise genau kalkulieren sollten

Grundsätzlich gilt beim Hausbau: Gut geplant, ist halb gewonnen. Nur wer von vornherein seine genauen Hausbaukosten kennt, kann auch die Finanzierung auf sichere Beine stellen. Doch gerade diese genaue Kalkulation gestaltet sich als schwierig, denn selbst beim Fertighaus „von der Stange“ zum Festpreis fallen oft Mehrkosten an, wenn man sich für ausgefallene Türen, edle Hölzer für den Boden oder besonders exklusive Fliesen entscheidet.

Ein Baukostenrechner im Internet kann hier erste Anhaltspunkte geben, welche Kosten tatsächlich für den Hausbau anfallen. Allerdings gilt die Faustformel: Pauschale Berechnungen eines Online-Rechners stellen nur einen groben Richtwert dar. Für die konkrete Kostenermittlung bedarf es individueller Verhandlungen.

Zu beachten ist auch, dass viele Sonderwünsche sich erst beim Hausbau zeigen. So werden eben nicht die kalkulierten Standardfliesen verwendet, weil der Hausbau ja eine Entscheidung fürs Leben ist und dementsprechend ansprechendere Fliesen ausgewählt werden sollen. Deshalb sollten Bauherren sich Fliesen, Böden, Türen und Co. vorab bemustern lassen und eine feste Entscheidung treffen.

Zudem ist es wichtig, sich selbst ein festes Budget zu setzen. Dieses sollte durchaus über dem kalkulierten Hausbaupreis liegen, da beim Hausbau immer wieder unvorhergesehene Dinge eintreten können, die diesen verteuern.

 

Massivhaus, Fertighaus, Architektenhaus – wie hoch sind die Preisunterschiede?

Lange Zeit galt beim Hausbau zudem die Annahme, dass das Fertighaus die günstigste Alternative sei. Die Baupläne liegen bereits in der Schublade, es sind nur geringe Anpassungen hinsichtlich der Raumaufteilung nötig. Mittlerweile planen aber auch Fertighausanbieter individuell und selbst beim Massivhaus gibt es vorgefertigte Pläne. Viele Architekten nutzen immer ähnliche Pläne, um die Gesamtkosten zu senken, so dass die Kosten für das Einfamilienhaus sich in allen drei Fällen, abhängig von der Ausstattung, der Gestaltung und Co. um die 200.000 Euro bewegen dürften. Die Unterschiede sind also kaum noch wahrzunehmen.

 

Kosten für das Einfamilienhaus senken – diese Möglichkeiten gibt es

Zusätzlich lassen sich durch einige Abstriche die Kosten senken. Allerdings sollte immer daran gedacht werden, ob man dauerhaft mit diesen Abstrichen leben kann. Welche Maßnahmen welche Einsparmöglichkeiten mit sich bringen, zeigt folgende Aufstellung:

EinsparmaßnahmeEinsparpotenzialEmpfehlenswertBesonderheiten
Kleines Grundstück auswählen (insbesondere in städtischen Lagen)90.000 Euro bei einem Grundstückspreis von 300 Euro/m² und 500 statt 800 m² GrundstücksflächeJe nach individuellen Ansprüchen jaWeniger Platz im Freien, etwa für Kinder, dafür weniger Arbeit mit dem Garten
Geringere Wohnfläche1.500 – 5.500 Euro pro umbautem m² oder
45.000 Euro bei einem m²-Preis von 1.500 Euro und 120 m² statt 150 m²
Je nach individuellen Ansprüchen jaWeniger Platz im Haus, daher auf verschenkten Raum beim Bau achten
Verzicht auf den KellerCa. 40.000 Euro (Kosten Keller = 30.000 – 70.000 Euro, Kosten Bodenplatte = 12.000 bis 20.000 Euro)Je nach individuellen Ansprüchen jaKein zusätzliches vollwertiges Geschoss, etwa bei Hanglage, möglich, Technikraum lässt sich aber auch ebenerdig einrichten
Verzicht auf aufwändige Bauformen (Giebel, Erker, Mauervorsprünge)Mehrere Tausend EuroJe nach individuellen Ansprüchen jaKeine individuelle Außengestaltung
Bau eines Bungalows statt eines zweigeschossigen HausesMehrere Tausend EuroJe nach individuellen Ansprüchen jaBenötigt aufgrund des Baus in die Breite, statt die Höhe mehr Grundstücksfläche, ist dafür aber barrierefrei und somit fürs Alter geeignet
Einbau von Fenstern mit Zwei-, statt Drei-Scheiben-VerglasungEinige Hundert EuroNeinEnergetische Werte sind langfristig nicht zufriedenstellend
Verzicht auf Schnörkel an der HaustürEinige Hundert EuroJe nach individuellen Ansprüchen jaAber Achtung: Darf nicht zulasten der Sicherheit gehen, 2.000 bis 3.000 Euro sind für eine gute Haustür mit Fünffach-Verriegelung nötig, auch auf Eintritt-Sicherheit sollte geachtet werden
Verzicht auf Klinkerfassade8.000 bis 20.000 EuroJe nach individuellen Ansprüchen jaWeniger Individualität bei der Fassade
Ausbau des Dachgeschosses verschiebenCa. 25.000 EuroTeilweiseVerlegung von Leerrohren für Heizung, Wasser, Strom und Co. sowie Wärmedämmung lässt sich während des Hausbaus günstiger als im Nachgang durchführen
BadezimmerausstattungMehrere Tausend EuroJe nach individuellen Ansprüchen jaStatt der edlen Handmischbatterie tut es auch ein günstigeres Modell, aber Vorsicht: Die Auswahl bei vielen Anbietern zur Sanitärausstattung ist gering, höherwertige Produkte sind mit Mehrpreisen versehen, die oft erst nach der Unterschrift unter den Vertrag offenbart werden
KücheÜber 30.000 EuroJe nach individuellen Ansprüchen jaWer auf günstige Einbauküchen setzt, bekommt diese ab 4.000 bis 6.000 Euro, dafür gibt es keine Massivbauweise, keine Luxusoberfläche und keine Designermodelle oder Markengeräte
BödenMehrere Hundert EuroTeilweiseFliesen sind teurer als Linoleum, Parkett ist nicht zwingend teurer als Laminat oder Vinylböden im Klicksystem
Verzicht auf den Kamin7.000 bis 15.000 EuroJe nach individuellen Ansprüchen jaAlleine für den Schornstein bis zu 6.000 Euro zusätzlich, außerdem laufende Kosten für den Schornsteinfeger
Garten spartanisch gestaltenMehrere Hundert bis Tausend EuroJe nach individuellen Ansprüchen jaGerade im ersten Jahr nach dem Bau lohnt es sich, auf Rasen im Garten zu setzen. Selbst ausgesät ist er günstiger als Rollrasen. Bei Büschen lohnt sich der Kauf in der Baumschule eher als im Baumarkt.
Eigenleistungen15.000 bis 20.000 EuroJaFliesen verlegen, Tapezieren, Spachteln oder Böden verlegen können viele Hobbyheimwerker selbst, dadurch lässt sich bares Geld sparen. Allerdings darf man sich nicht selbst überschätzen, gerade beim Anschluss sanitärer Anlagen.

Mit welchen Preisen müssen Sie für ein Einfamilienhaus konkret rechnen?

Wer sich für ein normal ausgestattetes Einfamilienhaus mit recht günstigem Grundstück für 50.000 Euro entscheidet, Erschließungskosten von 8.000 Euro einrechnet, der wird mit Gesamtkosten von rund 200.000 Euro rechnen müssen. Dabei entfallen alleine 17.000 Euro auf die Baunebenkosten. Für das Grundstück fallen nochmals 65.000 Euro an, inklusive Erschließung, Maklercourtage und Notarkosten. Die Steuern, die sich aus Grunderwerb- und Umsatzsteuer zusammensetzen belaufen sich auf rund 25.000 Euro. Eine Übersicht von Einfamilienhäusern sortiert nach Preisen finden Sie hier!

Dennoch kann dieser Wert nur ein grober Richtwert sein. Entscheidend sind die eigenen Verhandlungen mit dem Bauträger, die individuellen Ausstattungswünsche und Eigenleistungen sowie das persönliche Verhandlungsgeschick. Deshalb müssen detaillierte Kostenberechnungen am individuellen Fallbeispiel erfolgen.

Quelle: Einfamilienhaus.de

Datei: #68911013 | Urheber: nmann77

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